Drei Tage Training, Camp-WM und Dribble-Challenge: Der neu gegründete Fußballnachwuchs Meckenhausen-Weinsfeld organisierte sein Jugendcamp erstmals selbst – und will damit mehr sein als nur das organisatorische Dach einer Spielgemeinschaft.
MECKENHAUSEN. Drei Tage lang stand auf dem Sportgelände des TSV Meckenhausen der Nachwuchs im Mittelpunkt. Vom 27. bis 29. August veranstaltete der Fußballnachwuchs Meckenhausen-Weinsfeld e.V. ein Jugendfußballcamp für rund 70 Kinder. Erstmals wurde dabei auf einen externen Anbieter verzichtet: Unter der Koordination von Dirk Krämer, Vorsitzender des neu gegründeten Nachwuchsvereins, und dem Sportlichen Leiter Nachwuchs Dominik Betz wurde das komplette Camp in Eigenregie geplant und durchgeführt. Stefan Weber übernahm dabei die inhaltliche Organisation des dreitägigen Camp-Programms.
In den vergangenen Jahren hatte man für das Fußballcamp noch auf externe Dienstleister zurückgegriffen. Mit der Gründung des Fußballnachwuchs Meckenhausen-Weinsfeld e.V. entschieden sich die Verantwortlichen nun für einen anderen Weg. Das dreitägige Programm sollte dabei nicht nur möglichst viele Trainingseinheiten bieten, sondern sportliche Förderung mit Gemeinschaft und Spaß am Fußball verbinden.
Dafür wurden die Kinder in verschiedene Gruppen eingeteilt, die während des Camps jeweils von einem festen Trainer betreut wurden. Die Tage begannen mit einem gemeinsamen Warm-up und Koordinationsübungen. Anschließend standen unterschiedliche individuelle Trainingseinheiten auf dem Programm.
„Wir hatten über das gesamte Camp hinweg eine super Stimmung und ein starkes Trainerteam. Da haben die drei Tage richtig Spaß gemacht“, freut sich Dominik Betz. Der B+-Lizenz-Inhaber ist nach verschiedenen Trainerstationen in sein bekanntes Umfeld zurückgekehrt und trägt nun als Sportlicher Leiter die Verantwortung für die sportliche Entwicklung des Fußballnachwuchses in Meckenhausen und Weinsfeld. Gemeinsam mit den Verantwortlichen will er dabei neue Impulse setzen und insbesondere die Qualität der Ausbildung und des Trainings weiterentwickeln.
Ein fester Bestandteil der drei Tage war die „Camp-WM“. Dabei waren allerdings nicht ausschließlich die fußballerischen Fähigkeiten auf dem Platz gefragt. Nach dem Mittagessen mussten die Nachwuchskicker auch ihr Fußballwissen unter Beweis stellen. Bei „Stadt-Land-Fußball“ und einem Fußballquiz ging es um Schnelligkeit im Kopf, bevor anschließend wieder der Ball in den Mittelpunkt rückte. Die Camp-WM selbst wurde über mehrere Partien hinweg ausgetragen.
Sportlicher Ehrgeiz war auch beim „Dribble-Champ“ gefragt. An allen drei Tagen trainierten die Kinder für den dafür aufgebauten Parcours. Zum Abschluss am Samstag wurde es ernst: Mit Zeitmessung absolvierten die Teilnehmer den Parcours und konnten zeigen, was sie während des Camps eingeübt hatten. Gerade mit Blick auf die unterschiedlichen Altersgruppen zeigten sich dabei beachtliche Leistungen.
Für die Verantwortlichen ist das erstmals selbst organisierte Camp zugleich Teil der Ausrichtung des neu gegründeten Vereins. Der Fußballnachwuchs Meckenhausen-Weinsfeld soll sich nicht darauf beschränken, die organisatorischen Aufgaben der Spielgemeinschaft zu übernehmen. Vielmehr will der Verein die Nachwuchsarbeit in der Region mit einem neuen sportlichen Konzept, qualifiziertem Training sowie gemeinsamen Angeboten für Kinder und Jugendliche weiterentwickeln. Neben der sportlichen Ausbildung sollen dabei insbesondere der Spaß am Fußball und die Gemeinschaft eine zentrale Rolle spielen.
Nach der Premiere richtet sich der Blick deshalb bereits auf die nächste Auflage. „Das Feedback der Eltern, vor allem aber der Kids war durchwegs positiv. Natürlich wollen wir im nächsten Jahr noch einen drauflegen. Da haken wir bei den Eltern jetzt gerade nach“, sagt Dirk Krämer.
Die Rückmeldungen sollen nun ausgewertet werden und in die Planungen für das kommende Jahr einfließen. Nach der Entscheidung, das Camp erstmals selbst auf die Beine zu stellen, soll das dreitägige Angebot damit auch künftig ein Baustein der Nachwuchsarbeit in Meckenhausen und Weinsfeld bleiben.




